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Symrise

Schutz der Rechte indigener Völker durch Benefit-Sharing und verbesserte Wertschöpfung

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Symrise, ein deutscher Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen, benötigt für seine Produktion Zugang zu einer Vielzahl an natürlichen Ressourcen. Das Wissen über ihre spezifischen Eigenschaften und Wirkungen ist dabei in vielen Fällen über Generationen von lokalen und indigenen Gemeinden gesammelt worden. Angesichts der großen Bedeutung für sein Geschäft hat Symrise daher Leitlinien und Prozesse entwickelt, um die Rechte indigener Völker hinsichtlich des Zugangs zu und der Nutzung von biologischen Rohstoffen zu achten.

Damit stellt das Unternehmen auch die Einhaltung des Nagoya-Protokolls der UN-Biodiversitätskonvention sicher: Das 2010 verabschiedete Protokoll schützt lokales, traditionelles Wissen über genetische Ressourcen. Wer dieses Wissen kommerziell nutzen möchte, muss beispielsweise die vorherige und informierte Zustimmung etwaiger lokaler und indigener Gemeinschaften einholen und eine gerechte Beteiligung an den aus der Nutzung entstehenden Vorteilen gewähren. 2018 veröffentlichte Symrise eine Policy zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls, in welcher das Unternehmen sich verpflichtet, entsprechende Grundsätze hinsichtlich Zugang und Vorteilsausgleich (Access and Benefit Sharing, ABS) in Managementsysteme zu integrieren, regelmäßige Risikoanalysen durchzuführen (auch mit Blick auf die Produktentwicklung), mit Zulieferern auf die Rückverfolgbarkeit von Rohmaterialien hinzuarbeiten und gemeinsam mit Stakeholdern branchenweite Leitlinien und Best Practice-Beispiele zu entwickeln und zu verbreiten. Ein funktionsübergreifendes Komitee treibt die Umsetzung voran und das Unternehmen berichtet regelmäßig über Status und Fortschritte.

Als Teil seiner übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie setzt Symrise zudem in verschiedenen Beschaffungsmärkten ABS-basierte Projekte um, welche das Schaffen von Shared Value zum Ziel haben. Im brasilianischen Amazonasgebiet beispielsweise setzt sich Symrise gemeinsam mit dem brasilianischen Kosmetikhersteller Natura und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) dafür ein, durch verbesserte Anbaupraktiken die lokale Wertschöpfung zu stärken. Von 2017 bis 2021 haben Symrise und seine Projektpartner:innen indigene Gruppen zu nachhaltigen Landwirtschaftsmethoden geschult, technische Ausrüstung zur Verfügung gestellt und ihnen geholfen, ihre Produkte zu diversifizieren und die Qualität ihrer Erzeugnisse zu verbessern. Für Symrise brachte das Projekt sicheren Zugang zu wichtigen Inhaltsstoffen sowie die Möglichkeit, neue Rohmaterialien zu erforschen. Die 16 teilnehmenden Kooperativen wiederum konnten ihren Umsatz um mehr als 40% steigern, wodurch eine bessere Lebensgrundlage für mehr als 1.200 Familien geschaffen wurde. Das Erlangen der Zertifizierung der Union for Ethical Biotrade (UEBT) erleichtert den Kooperativen zudem den Marktzugang.

https://www.symrise.com/de/nachhaltigkeit/

Disclaimer

Die Praxisbeispiele nehmen keine Bewertung vor, ob die dargestellten Maßnahmen den Anforderungen der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs), des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) sowie des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) entsprechen. Ziel ist vielmehr, die Machbarkeit eines menschenrechtlichen Sorgfaltsmanagements zu zeigen und Unternehmen Anregungen für die eigene Umsetzung zu bieten.

Die aufgeführten Praxisbeispiele dienen ausschließlich zu Lernzwecken und stellen keine Unterstützung der einzelnen Unternehmen dar. Sofern nicht anders angegeben, werden keine offiziellen Positionen der Vereinten Nationen oder der deutschen Bundesregierung wiedergegeben.

  • L’Oréal Group

    Responsible Mica Initiative

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  • L’Oréal

    Risikoanalyse für die Bergamottenlieferkette

    Sorgfaltsschritt:

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