{"id":18611,"date":"2021-08-25T08:00:27","date_gmt":"2021-08-25T07:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/bhr-navigator.unglobalcompact.org\/issues\/indigene-voelker\/"},"modified":"2026-04-02T09:43:37","modified_gmt":"2026-04-02T08:43:37","slug":"indigene-voelker","status":"publish","type":"issues","link":"https:\/\/bhr-navigator.unglobalcompact.org\/de\/issues\/indigene-voelker\/","title":{"rendered":"Indigene V\u00f6lker"},"content":{"rendered":"    <div class=\"heading_block heading_block--three\">\n        <h4>Wer sind indigene V\u00f6lker?<\/h4>\n    <\/div><!-- .heading -->\n\n\n<div class=\"paragraph_block reading_content\">\n    <p>Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (<a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/berlin\/wir-uber-uns\/lang--de\/index.htm\">ILO<\/a>) werden 476,6 Millionen Menschen <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/publications\/books\/WCMS_735607\/lang--en\/index.htm\">indigenen Bev\u00f6lkerungsgruppen<\/a> zugerechnet, von denen 238,4 Millionen Frauen und 238,2 Millionen M\u00e4nner sind. In L\u00e4ndern wie Bolivien und Guatemala stellen indigene V\u00f6lker die Mehrheit oder einen signifikanten Anteil der Bev\u00f6lkerung, w\u00e4hrend sie in anderen L\u00e4ndern, wie Finnland oder Kanada, eine Minderheit ausmachen. In einigen L\u00e4ndern leben Hunderte verschiedene indigene V\u00f6lker und Sprachgruppen w\u00e4hrend in anderen nur ein paar wenige Hauptgruppen vertreten sind.<\/p>\n<p>Indigene V\u00f6lker besitzen dieselben Rechte wie die restliche Bev\u00f6lkerung eines Landes, aber aufgrund ihrer besonderen geschichtlichen, kulturellen und sozialen Merkmale stehen ihnen auch besondere Rechte zu. Die <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UN-Erkl\u00e4rung \u00fcber die Rechte der indigenen V\u00f6lker<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---normes\/documents\/normativeinstrument\/wcms_c169_de.htm\">ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169<\/a> \u00fcber eingeborene und in St\u00e4mmen lebende V\u00f6lker in unabh\u00e4ngigen L\u00e4ndern beschreiben diese spezifischen Rechte und sehen individuelle und kollektive Rechte der indigenen V\u00f6lker in umfassender Weise vor. Die Rechte der indigenen V\u00f6lker sind keine \u201eSonderrechte\u201c, aber <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/standards\/subjects-covered-by-international-labour-standards\/indigenous-and-tribal-peoples\/WCMS_205225\/lang--en\/index.htm\">Artikulationen<\/a> der universellen Menschenrechte, die auch auf indigene V\u00f6lker zutreffen.<\/p>\n<p>Staatliche Institutionen sind durch internationale \u00dcbereinkommen dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass keine Entscheidung, die indigene V\u00f6lker betrifft, ohne deren freie, vorherige und informierte Zustimmung (<em>engl.: Free, Prior and Informed Consent<\/em> &#8211; FPIC) getroffen wird. Obwohl unterschiedliche Interpretationen von FPIC zwischen Regierungen und indigenen V\u00f6lkern zu praktischen Herausforderungen f\u00fchren k\u00f6nnen (insbesondere in Bezug auf Land- und Ressourcenrechte und kulturelles Erbe), ist das Recht indigener V\u00f6lker, konsultiert zu werden, im internationalen Recht fest verankert.<\/p>\n<\/div><!-- .paragraph_block -->\n\n\n<div class=\"callout_content_block green\">\n    <div class=\"callout_content_block__inner\">\n                    <div class=\"callout_content_block__heading\">\n                                    <h3>Was ist die Herausforderung?<\/h3>\n                            <\/div><!-- .callout_content_block__heading -->\n                <div class=\"callout_content_block__reading_content reading_content\">\n            <p>Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, gewinnbringende T\u00e4tigkeiten mit erheblichen materiellen, sozialen oder kulturellen Auswirkungen auszu\u00fcben, ohne die Rechte indigener V\u00f6lker zu untergraben. Wenn Unternehmen in L\u00e4ndern arbeiten, in denen der rechtliche Schutz f\u00fcr indigene V\u00f6lker unzureichend ist, kommt es h\u00e4ufig zu Konflikten um indigene Landrechte, was die Herausforderung f\u00fcr Unternehmen noch gr\u00f6\u00dfer macht. In solchen F\u00e4llen k\u00f6nnen Unternehmen mit der Verletzung indigener Rechte in Verbindung gebracht werden, weil sie z. B. vorab die in nationalen Gesetzen festgelegten Konsultationen und R\u00fccksprachen nicht ausreichend gef\u00fchrt haben oder in indigenen Gebieten t\u00e4tig sind, die vom Staat oder den lokalen Regierungen nicht anerkannt wurden. <\/p>\n<p>So kann beispielsweise der Abbau von nat\u00fcrlichen Ressourcen in Gebieten stattfinden, in denen die Rechte indigener V\u00f6lker nicht vollst\u00e4ndig dokumentiert oder anerkannt sind. Die Auswirkungen dieser Aktivit\u00e4ten verletzen m\u00f6glicherweise die Rechte indigener V\u00f6lker, einschlie\u00dflich des Rechts auf ihr angestammtes Land, oder beeintr\u00e4chtigen ihre Lebensgrundlage oder ihre Lebensweise, da ihnen der Zugang zu Ressourcen wie Wasser oder zu Gebieten mit kultureller und spiritueller Bedeutung erschwert wird. Ein schlechtes Management bei der Ressourcengewinnung kann auch schwerwiegende Folgen f\u00fcr das Recht auf Gesundheit haben, beispielsweise, wenn Abf\u00e4lle oder R\u00fcckst\u00e4nde unzureichend entsorgt werden.\t<\/p>\n        <\/div><!-- .callout_content_block__reading_content reading_content -->\n    <\/div><!-- .callout_content_block__inner -->\n<\/div><!-- .callout_content_block -->\n\n\n    <div class=\"heading_block heading_block--three\">\n        <h4>Verbreitung von Verst\u00f6\u00dfen gegen die Rechte indigener V\u00f6lker<\/h4>\n    <\/div><!-- .heading -->\n\n\n<div class=\"paragraph_block reading_content\">\n    <p>Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigen Daten aus 23 L\u00e4ndern, die 83 % der indigenen Bev\u00f6lkerung weltweit repr\u00e4sentieren, dass indigene V\u00f6lker in diesen L\u00e4ndern 9,3 % der Bev\u00f6lkerung ausmachen, aber knapp 19 % der extrem Armen. Die <a href=\"https:\/\/undocs.org\/A\/HRC\/30\/41\">UN<\/a> berichtet au\u00dferdem, dass bis zu 33 % aller Menschen, die weltweit in extremer l\u00e4ndlicher Armut leben, indigenen Gemeinschaften angeh\u00f6ren, obwohl sich zahlreiche nat\u00fcrlichen Ressourcen in indigenen Gebieten befinden.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Trends geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Der <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/publications\/books\/WCMS_735607\/lang--en\/index.htm\">ILO<\/a>-Bericht stellt fest, dass die Qualit\u00e4t der Besch\u00e4ftigung von indigenen V\u00f6lkern oft schlecht ist. Indigene Personen sind mit 20 % h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit in der informellen Wirtschaft t\u00e4tig als nicht-indigene Personen und gehen deutlich seltener einer bezahlten Arbeit nach.<\/li>\n<li>Laut <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/publications\/books\/WCMS_735607\/lang--en\/index.htm\">ILO<\/a> sind indigene Frauen zudem mit geringerer Wahrscheinlichkeit erwerbst\u00e4tig, je h\u00f6her das nationale Einkommensniveau liegt. In L\u00e4ndern mit mittlerem bis hohem Einkommen haben indigene Frauen eine geringere Chance auf einen Arbeitsplatz als nicht-indigene Frauen: Nur 52,1 % der indigenen Frauen sind erwerbst\u00e4tig.<\/li>\n<li>Die fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung verschlechtert die Lage vieler indigener Gemeinschaften, die mit Zwangsumsiedlungen und Landraub konfrontiert sind. Die <a href=\"https:\/\/ap.ohchr.org\/documents\/dpage_e.aspx?si=A\/HRC\/39\/17\">UN<\/a> hat zudem festgestellt, dass sich die Situation f\u00fcr indigene Menschenrechtsaktivist:innen zunehmend verschlechtert und sie zunehmend Einsch\u00fcchterungen und Angriffen ausgesetzt sind. Der Widerstand von organisierten indigenen Gruppen und Aktivist:innen kann wiederum schwerwiegende Auswirkungen auf den Gesch\u00e4ftsbetrieb oder die Reputation eines Unternehmens haben (siehe \u201eAuswirkungen auf Unternehmen\u201c).<\/li>\n<li>Die COVID-19-Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf indigene V\u00f6lker. Ein <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/gender\/Informationresources\/Publications\/WCMS_757475\/lang--en\/index.htm\">gemeinsamer Bericht<\/a> der ILO und der International Work Group for Indigenous Affairs (IWGIA &#8211; <em>dt<\/em>.: <em>Internationale Arbeitsgruppe f\u00fcr indigene Angelegenheiten<\/em>) kommt zu dem Schluss, dass bereits bestehende H\u00fcrden beim Zugang zu Gesundheit, sozialer Sicherheit und Bildung die unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Auswirkungen der Pandemie auf indigene Bev\u00f6lkerungsgruppen weiter verst\u00e4rken. Der Bericht stellt auch eine Zunahme der Ern\u00e4hrungsunsicherheit fest, die mit einem mangelnden Zugang zu Land und nat\u00fcrlichen Ressourcen sowie dem Verlust von Lebensgrundlagen zusammenh\u00e4ngt.<\/li>\n<li>Laut der <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/topics\/green-jobs\/publications\/just-transition-pb\/WCMS_860607\/lang--en\/index.htm\">ILO<\/a> sind indigene V\u00f6lker besonders anf\u00e4llig f\u00fcr die Auswirkungen von Umweltzerst\u00f6rung und Klimawandel sowie die Auswirkungen von Abschw\u00e4chungs- und Anpassungsma\u00dfnahmen, die sie oft ausschlie\u00dfen. Indigene V\u00f6lker werden zunehmend als wichtige Akteure des Wandels im Hinblick auf Klimaschutzma\u00dfnahmen und die Gew\u00e4hrleistung einer Just Transition wahrgenommen. Dies spiegelte sich auf der COP15 wider, wo die Beitr\u00e4ge der indigenen V\u00f6lker zum Schutz der biologischen Vielfalt gew\u00fcrdigt wurden.<\/li>\n<li>In den letzten zehn Jahren haben die Anliegen indigener V\u00f6lker weiterhin auf internationaler Ebene an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch den Expertenmechanismus f\u00fcr die Rechte indigener V\u00f6lker (<em>engl<\/em>.<em>: Expert Mechanism on the Rights of Indigenous Peoples <\/em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/issues\/ipeoples\/emrip\/pages\/emripindex.aspx\">EMRIP<\/a>), das St\u00e4ndige Forum der Vereinten Nationen f\u00fcr indigene Angelegenheiten (<em>engl.: United Nations Permanent Forum on Indigenous Issues <\/em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.un.org\/development\/desa\/indigenouspeoples\/unpfii-sessions-2.html\">UNPFII<\/a>) und den <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/issues\/ipeoples\/srindigenouspeoples\/pages\/sripeoplesindex.aspx\">Sonderberichterstatter<\/a> f\u00fcr die Rechte indigener V\u00f6lker. Die UN-Erkl\u00e4rung \u00fcber die Rechte der indigenen V\u00f6lker (<em>engl.: United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples<\/em> &#8211; <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>) wird ebenfalls von den meisten L\u00e4ndern unterst\u00fctzt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><!-- .paragraph_block -->\n\n\n    <div class=\"heading_block heading_block--three\">\n        <h4>Auswirkungen auf Unternehmen<\/h4>\n    <\/div><!-- .heading -->\n\n\n<div class=\"paragraph_block reading_content\">\n    <p>Unternehmen k\u00f6nnen von Vorw\u00fcrfen der Verletzung der Rechte indigener Bev\u00f6lkerungsgruppen in ihren Betrieben und Lieferketten auf vielf\u00e4ltige Weise betroffen sein:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Rechtliches Risiko: <\/strong>Unternehmen, die sich in L\u00e4ndern mit etablierten Rechtsvorschriften und wirksamer Durchsetzung der Gesetze an einer Verletzung der Rechte indigener Menschen mitschuldig gemacht haben, m\u00fcssen mit ernsthaften rechtlichen Konsequenzen rechnen. Eine Nichteinhaltung der Standards f\u00fcr Konsultationen mit indigenen Gruppen kann zu einem Prozessrisiko werden. Die rechtlichen Risiken werden verst\u00e4rkt, wenn Unternehmen mit schwerwiegenden \u00dcbergriffen auf indigene Bev\u00f6lkerungsgruppen oder Umweltzerst\u00f6rung in Verbindung gebracht werden.<\/li>\n<li><strong>Operationelles Risiko: <\/strong>Unternehmen, die an Projekten beteiligt sind, die sich nicht ausreichend mit den Beschwerden der indigenen Bev\u00f6lkerung auseinandersetzen, k\u00f6nnen mit St\u00f6rungen der Betriebsabl\u00e4ufe in Form von Blockaden oder anderen Boykotten konfrontiert werden. Blockaden durch indigene Gemeinschaften haben in der Vergangenheit dazu gef\u00fchrt, dass Besch\u00e4ftigte keinen Zugang zu den Arbeitsst\u00e4tten hatten. In einigen extremen F\u00e4llen haben Proteste zu einem Moratorium f\u00fcr geplante Projekte gef\u00fchrt, wie etwa beim <a href=\"https:\/\/www.business-humanrights.org\/en\/latest-news\/malaysia-baram-tribes-that-blocked-construction-of-a-mega-dam-host-world-indigenous-summit-on-environment-rivers\/\">Baram-Damm-Projekt<\/a> in Sarawak, Malaysia. In einem anderen aufsehenerregenden Fall haben die zunehmende mediale Berichterstattung sowie die andauernden Protestaktionen indigener Gemeinschaften bei den Felsunterst\u00e4nden der <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-australia-55250137\">Juukan-Schlucht<\/a> in Australien zur Einstellung der Bergbauarbeiten und zum <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2021\/mar\/03\/rio-tinto-chairman-to-stand-down-amid-juukan-gorge-outcry\">R\u00fccktritt<\/a> des CEO, des Vorsitzenden und anderer F\u00fchrungskr\u00e4fte des verantwortlichen Unternehmens gef\u00fchrt.<\/li>\n<li><strong>Reputations- und Markenrisiko: <\/strong>Unternehmen k\u00f6nnen Rufsch\u00e4digung erleiden, wenn sie mit Verst\u00f6\u00dfen gegen die Rechte indigener Bev\u00f6lkerungsgruppen in Verbindung gebracht werden. Indigene Gruppen und zivilgesellschaftliche Gruppierungen, die sich f\u00fcr sie einsetzen, haben in der Vergangenheit erfolgreich auf die <a href=\"https:\/\/www.culturalsurvival.org\/news\/memoriam-indigenous-human-rights-defenders-murdered-2020-latin-america\">Mitschuld von Unternehmen<\/a> an Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht. Dies f\u00fchrt oft zu schwerwiegendem Reputationsverlust, negativer Medienberichterstattung und Markensch\u00e4digung.<\/li>\n<li><strong>Finanzielles Risiko: <\/strong>Kampagnen von Aktivist:innen oder negative Medienberichterstattung \u00fcber Unternehmen, die in Verst\u00f6\u00dfe gegen die Rechte indigener Bev\u00f6lkerungsgruppen verwickelt sind, k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Anteilseigner:innen oder Investor:innen Druck auf diese Unternehmen aus\u00fcben. Eine Ver\u00e4u\u00dferung durch oder ein <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/investors-are-increasingly-shunning-mining-companies-that-violate-human-rights-154702\">Abwenden<\/a> von Investor:innen und anderen Geldgebenden \u2013 von denen viele zunehmend Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (<em>engl.<\/em><em>: Environmental, Social and Governance <\/em>&#8211; ESG) in ihre Entscheidungsfindung miteinbeziehen \u2013 kann zu einem eingeschr\u00e4nkten oder teureren Zugang zu Kapital und einem geringeren Unternehmenswert f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><!-- .paragraph_block -->\n\n\n    <div class=\"heading_block heading_block--three\">\n        <h4>Auswirkungen auf die Menschenrechte <\/h4>\n    <\/div><!-- .heading -->\n\n\n<div class=\"paragraph_block reading_content\">\n    <p>Die Einschr\u00e4nkung der Rechte indigener V\u00f6lker kann Auswirkungen auf eine Reihe von Menschenrechten haben.<a class=\"footnote_anchor\" href=\"#footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Dazu z\u00e4hlen unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Recht auf Selbstbestimmung <\/strong>(Art. 3\u00a0<a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>; Art. 1 <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/fileadmin\/Redaktion\/PDF\/DB_Menschenrechtsschutz\/ICCPR\/ICCPR_Pakt.pdf\">Zivilpakt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/fileadmin\/Redaktion\/PDF\/DB_Menschenrechtsschutz\/ICESCR\/ICESCR_Pakt.pdf\">Sozialpakt<\/a>): Indigene V\u00f6lker sollten die M\u00f6glichkeit haben, ihren politischen Status frei zu bestimmen und ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu verfolgen. Tats\u00e4chlich sind sie jedoch oft nicht in der Lage, v\u00f6llig uneingeschr\u00e4nkt am \u00f6ffentlichen Leben teilzunehmen, und spielen in den Entscheidungsgremien des Staates oder auf h\u00f6heren Regierungsebenen nur selten eine bedeutende Rolle. Indigene V\u00f6lker haben weit weniger politischen Einfluss als andere gesellschaftliche Gruppen.<\/li>\n<li><strong>Recht auf Gleichheit und Nichtdiskriminierung <\/strong>(Art. 2 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>; Art. 3, 21 und 26 <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---normes\/documents\/normativeinstrument\/wcms_c169_de.htm\">ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169<\/a>): Indigene Personen (insbesondere indigene Frauen) werden beim Zugang zu Besch\u00e4ftigung, Bildung und Berufsausbildung h\u00e4ufig diskriminiert.<\/li>\n<li><strong>Recht auf Sicherung des Lebensunterhalts und auf Entwicklung <\/strong>(Art. 20 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>): Die Gebiete indigener V\u00f6lker sind unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig oft von Erschlie\u00dfungsaktivit\u00e4ten betroffen, da sie oft wertvolle nat\u00fcrliche Ressourcen wie Holz, Mineralien, Wasser und \u00d6l enthalten. Land- und Ressourcenrechte stehen oft im Mittelpunkt der Spannungen zwischen indigenen Gemeinschaften und der allgemeinen Bev\u00f6lkerung.<\/li>\n<li><strong>Recht auf angestammtes Land, Gebiete und Ressourcen <\/strong>(Art. 26 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>; Art. 5, 14 und 15 <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---normes\/documents\/normativeinstrument\/wcms_c169_de.htm\">ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169<\/a>): Ihr Land und ihre Gebiete sind f\u00fcr indigene V\u00f6lker von materieller, kultureller und spiritueller Bedeutung. Sie sind f\u00fcr ihr \u00dcberleben und ihre wirtschaftliche Nachhaltigkeit notwendig und sind untrennbar mit ihrer Identit\u00e4t und der Existenz ihrer Gemeinschaften verbunden. Die sozialen, kulturellen, religi\u00f6sen und spirituellen Werte und Gebr\u00e4uche der indigenen V\u00f6lker sollten anerkannt und gesch\u00fctzt werden.<\/li>\n<li><strong>Recht auf Erhaltung und Schutz der Umwelt und der Produktivit\u00e4t von Land, Gebieten und Ressourcen <\/strong>(Art. 29 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>): Viele indigene V\u00f6lker sind sehr stark von ihrem Land und den dortigen nat\u00fcrlichen Ressourcen abh\u00e4ngig und jede Ver\u00e4nderung des \u00d6kosystems kann Auswirkungen auf ihre Lebensweise und ihr \u00dcberleben haben. Eine Sch\u00e4digung der Umwelt kann zu einer erheblichen Verarmung indigener Gemeinschaften f\u00fchren, da diese zur Erhaltung ihres Lebensunterhalts stark auf das lokale \u00d6kosystem angewiesen sind.<\/li>\n<li><strong>Recht auf Festlegung und Erarbeitung von Priorit\u00e4ten und Strategien f\u00fcr die Erschlie\u00dfung <\/strong>(Art. 20, 23 und 32 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>; Art. 7 und 16 <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---normes\/documents\/normativeinstrument\/wcms_c169_de.htm\">ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169<\/a>): Indigene V\u00f6lker sollten das Recht haben, f\u00fcr den Prozess der Erschlie\u00dfung ihres Landes, ihrer Gebiete und ihrer Ressourcen eigene Priorit\u00e4ten zu setzen, da dies Auswirkungen auf ihr Leben, ihren Glauben, ihre Institutionen und ihr spirituelles Wohlergehen sowie auf das Land, hat, das sie bewohnen oder nutzen.<\/li>\n<li><strong>Recht auf Beibehaltung eigener Sitten und Gebr\u00e4uche <\/strong>(Art. 5, 8 und 11 <a href=\"https:\/\/www.un.org\/Depts\/german\/gv-61\/band3\/ar61295.pdf\">UNDRIP<\/a>; Art. 8 und 9 <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---normes\/documents\/normativeinstrument\/wcms_c169_de.htm\">ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169<\/a>): Wo die Sitten und Gebr\u00e4uche indigener V\u00f6lker mit den in der nationalen Rechtsordnung verankerten Grundrechten und mit den international anerkannten Menschenrechten nicht unvereinbar sind, sollten diese gesch\u00fctzt und Verfahren zur L\u00f6sung der damit verbundenen Konflikte eingerichtet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><!-- .paragraph_block -->\n\n\n<div class=\"summary_and_content_block\">\n    <details class=\"summary_and_content_block__details\">\n        <summary class=\"summary_and_content_block__summary\">\n            <span class=\"summary_and_content_block__summary__text\">Sustainable Development Goals (SDGs)<\/span>\n            <svg\nclass=\"caret_right_icon fill_element\"\nheight=\"15\"\nviewBox=\"0 0 15 15\"\nwidth=\"15\"\nxmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\">\n    <path d=\"M6 11L6 4L10.5 7.5L6 11Z\"\/>\n<\/svg>\n        <\/summary><!-- .summary_and_content_block__summary -->\n        <div class=\"summary_and_content_block__content reading_content\">\n            <p>In der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung wird in zwei <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\">SDGs<\/a> direkt Bezug auf <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/EN\/Issues\/IPeoples\/Pages\/2030Agenda.aspx\">indigene V\u00f6lker<\/a>\u00a0genommen. Viele der SDGs und der damit verbundenen Zielvorgaben sind f\u00fcr die Rechte der <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/topics\/indigenous-tribal\/publications\/WCMS_503715\/lang--en\/index.htm\">indigenen V\u00f6lker<\/a>\u00a0von Bedeutung, auch wenn sie nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt werden. So sind beispielsweise die folgenden Ziele f\u00fcr indigene V\u00f6lker von besonderer Bedeutung:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-6\"><strong>SDG 6<\/strong><\/a> (<em>\u201e<strong>Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und M\u00e4dchen zur Selbstbestimmung bef\u00e4higen<\/strong>\u201c<\/em>)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-10\"><strong>SDG 10<\/strong><\/a> <strong>(\u201e<em>Ungleichheit in und zwischen L\u00e4ndern verringern<\/em>\u201c)<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-14\"><strong>SDG 14<\/strong><\/a> <strong>(<em>\u201eOzeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen<\/em><\/strong>\u201c)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-15\"><strong>SDG 15<\/strong><\/a> (\u201e<strong><em>Land\u00f6kosysteme sch\u00fctzen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung f\u00f6rdern, W\u00e4lder nachhaltig bewirtschaften, W\u00fcstenbildung bek\u00e4mpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen<\/em><\/strong>\u201c)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Au\u00dferdem beziehen sich zwei SDGs ausdr\u00fccklich auf indigene V\u00f6lker:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-2\"><strong>SDG 2<\/strong><\/a> (\u201e<strong><em>Den Hunger beenden, Ern\u00e4hrungssicherheit und eine bessere Ern\u00e4hrung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft f\u00f6rdern<\/em><\/strong>\u201c), <strong>Zielvorgabe 2.3<\/strong>: Bis 2030 die landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t und die Einkommen von kleinen Nahrungsmittelproduzenten, insbesondere von Frauen, Angeh\u00f6rigen indigener V\u00f6lker, landwirtschaftlichen Familienbetrieben, Weidetierhaltern und Fischern, verdoppeln, unter anderem durch den sicheren und gleichberechtigten Zugang zu Grund und Boden, anderen Produktionsressourcen und Betriebsmitteln, Wissen, Finanzdienstleistungen, M\u00e4rkten sowie M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wertsch\u00f6pfung und au\u00dferlandwirtschaftliche Besch\u00e4ftigung.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-4\"><strong>SDG 4<\/strong><\/a><strong>\u00a0(<em>\u201eInklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gew\u00e4hrleisten und M\u00f6glichkeiten lebenslangen Lernens f\u00fcr alle f\u00f6rdern\u201c<\/em>), Zielvorgabe 4.5: <\/strong>Bis 2030 geschlechtsspezifische Disparit\u00e4ten in der Bildung beseitigen und den gleichberechtigten Zugang der Schwachen in der Gesellschaft, namentlich von Menschen mit Behinderungen, Angeh\u00f6rigen indigener V\u00f6lker und Kindern in prek\u00e4ren Situationen, zu allen Bildungs- und Ausbildungsebenen gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<\/ul>\n        <\/div><!-- .summary_and_content_block__content -->\n    <\/details><!-- .summary_and_content_block__details -->\n<\/div><!-- .summary_and_content_block -->\n\n\n<div class=\"callout_content_block \">\n    <div class=\"callout_content_block__inner\">\n                    <div class=\"callout_content_block__heading\">\n                                    <h3>Hilfreiche Informationen<\/h3>\n                            <\/div><!-- .callout_content_block__heading -->\n                <div class=\"callout_content_block__reading_content reading_content\">\n            <p>Die folgenden Quellen und Umsetzungshilfen bieten weitere Informationen dazu, wie sich Unternehmen verantwortungsvoll mit den Rechten indigener V\u00f6lker in ihrem Gesch\u00e4ftsbereich und in ihren Liefer- und Wertsch\u00f6pfungsketten auseinandersetzen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>United Nations Global Compact, <em>A Business Reference Guide: United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples <\/em><\/strong><em>(engl.)<\/em>: Diese <a href=\"https:\/\/www.unglobalcompact.org\/library\/541\">Ver\u00f6ffentlichung<\/a> unterst\u00fctzt Unternehmen dabei, die Rechte indigener V\u00f6lker zu verstehen, zu respektieren und zu st\u00e4rken.<\/li>\n<li><strong>Global Compact Network Australia (GCNA), <em>The Australian Business Guide to Implementing the UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples <\/em><\/strong><em>(engl.)<\/em>: Dieser <a href=\"https:\/\/unglobalcompact.org.au\/new-report-businesses-prioritising-indigenous-engagement-is-key-to-a-sustainable-future\/\">Leitfaden<\/a> richtet sich speziell an australische Unternehmen. Das GCNA hat hierf\u00fcr mit der indigenen Gemeinschaft Australiens zusammengearbeitet. Er beinhaltet praktische Ratschl\u00e4ge, wie Unternehmen die Rechte der australischen Ureinwohner:innen verstehen, respektieren und in ihren t\u00e4glichen Betriebsabl\u00e4ufen verankern k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>ILO, <em>Understanding the Indigenous and Tribal Peoples Convention <\/em><\/strong><em>(engl.)<\/em>: Dieser <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/global\/standards\/subjects-covered-by-international-labour-standards\/indigenous-and-tribal-peoples\/WCMS_205225\/lang--en\/index.htm\">Leitfaden<\/a>\u00a0ist eine praktische Umsetzungshilfe f\u00fcr ILO-Mitglieder, einschlie\u00dflich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, zum besseren Verst\u00e4ndnis der Relevanz, des Geltungsbereichs und der Auswirkungen des ILO-\u00dcbereinkommens Nr. 169.<\/li>\n<\/ul>\n        <\/div><!-- .callout_content_block__reading_content reading_content -->\n    <\/div><!-- .callout_content_block__inner -->\n<\/div><!-- .callout_content_block -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Indigene V\u00f6lker stellen weniger als 5 % der Weltbev\u00f6lkerung, machen aber rund 15 % der Armen weltweit aus. 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Weitere Informationen zu den UNGPs finden Sie im Abschnitt \u201eDie Rechte Indigener V\u00f6lker im Sorgfaltsprozess adressieren\u201c."}]},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rechte von indigenen V\u00f6lkern im Unternehmen und der Lieferkette I Praxislotse WiMRBusiness &amp; Human Rights Navigator<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Praktische Orientierungshilfe f\u00fcr Unternehmen, um Risiken f\u00fcr die Rechte indigener V\u00f6lker im eigenen Gesch\u00e4ftsbereich und in der Lieferkette zu identifizieren, zu vermeiden, zu verringern und wirksam zu beheben \u2013 basierend auf menschenrechtlicher Sorgfalt im Einklang mit dem ILO-\u00dcbereinkommen Nr. 169, der Erkl\u00e4rung der Vereinten Nationen \u00fcber die Rechte der indigenen V\u00f6lker (UNDRIP) und den UN-Leitprinzipien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs).\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/bhr-navigator.unglobalcompact.org\/de\/issues\/indigene-voelker\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rechte von indigenen V\u00f6lkern im Unternehmen und der Lieferkette I Praxislotse WiMRBusiness &amp; 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